Tripada® Yoga und Embodiment
Embodiment – die bewusste Verbindung von Körper, Wahrnehmung und Erleben – wird heute häufig als neuer Ansatz beschrieben. Im Tripada® Yoga gehört diese Verbindung von Anfang an zur grundlegenden Methodik. Körper, Atem, Wahrnehmung und Bewusstsein werden nicht getrennt betrachtet, sondern in der Yogapraxis miteinander verbunden.
Verkörpertes Yoga im klassischen Sinn
Ein wichtiger Bezugspunkt des Tripada® Yoga ist das bekannte Prinzip aus dem Yogasūtra:
Für unsere Praxis bedeutet das: Eine Haltung soll genügend Stabilität bieten, um Sicherheit zu geben, zugleich aber so ausgeführt werden, dass unnötige Anspannung vermieden wird.
Der Atem kann ruhig fließen und die Aufmerksamkeit zunehmend nach innen gehen. Nicht die äußerlich möglichst perfekte Form einer Haltung steht im Mittelpunkt, sondern das bewusste Erleben während des Übens.
Innengerichtete Achtsamkeit
Tripada® Yoga orientiert sich deshalb nicht an akrobatischen Zielbildern oder daran, wie weit, hoch oder tief eine Haltung ausgeführt werden kann.
Stattdessen lernen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, Unterschiede wahrzunehmen:
Damit wird die eigene Wahrnehmung zum entscheidenden Bezugspunkt der Praxis.
Eine psychophysische und psychosomatische Praxis
Tripada® Yoga versteht Yoga nicht als reines Körpertraining. Bewegung, Haltung, Atmung, Entspannung und Aufmerksamkeit beeinflussen sich gegenseitig.
Deshalb betrachten wir die Yogapraxis als psychophysische und psychosomatische Praxis. Körperliches und psychisches Erleben werden nicht voneinander getrennt.
Eine stabile Haltung kann beispielsweise Sicherheit vermitteln. Bewusstes Nachlassen unnötiger Muskelspannung kann mit einem subjektiven Gefühl von Ruhe verbunden sein. Die Wahrnehmung des Atems wiederum kann helfen, die Aufmerksamkeit zu sammeln und den eigenen Zustand bewusster wahrzunehmen.
Embodiment ist bei Tripada® kein Zusatz
Der heute verbreitete Begriff Embodiment beschreibt in unterschiedlichen Zusammenhängen die enge Wechselwirkung zwischen körperlichem und psychischem Erleben.
Diese Grundidee ist mit der Tripada® Methodik gut vereinbar: Der Körper wird nicht lediglich bewegt, sondern bewusst wahrgenommen. Haltung, Atem, Empfindungen und Aufmerksamkeit werden Bestandteil eines gemeinsamen Erfahrungsprozesses.
Deshalb müssen wir Tripada® Yoga nicht nachträglich um „Embodiment“ ergänzen. Die innengerichtete, körperbezogene Wahrnehmung gehört bereits zur methodischen Grundlage.
Was das für die Tripada® Yogapraxis bedeutet
Gesundheitsorientierung statt Leistungsorientierung
Diese Haltung ist zugleich ein wichtiger Bestandteil der Gesundheitsorientierung von Tripada® Yoga. Übungen werden nicht danach bewertet, wie spektakulär sie aussehen, sondern danach, ob sie für die jeweilige Person sinnvoll, sicher und angemessen sind.
Fortschritt kann deshalb auch bedeuten, die eigenen Grenzen besser wahrzunehmen, unnötige Anspannung früher zu erkennen, ruhiger zu atmen oder eine einfache Haltung zunehmend gelassen auszuführen.
Yoga von innen erfahren
Tripada® Yoga ist verkörperte Yogapraxis: stabil und leicht, bewusst und nach innen gerichtet. Entscheidend ist nicht, wie eine Haltung von außen aussieht, sondern was während des Übens wahrgenommen und erfahren wird. Körper, Atem und Aufmerksamkeit bilden dabei eine Einheit.

